Werbetechnik Lexikon




Punktzuwachs

(erstellt am: 03.07.2007 - letzte Änderung:03.07.2007 - aufgerufen: 1490 Mal)

Das auch als Tonwertzuwachs bekannte Problem beschreibt den Umstand, dass Rastertonwerte einer Vorlage in der gedruckten Version einen höheren Farbwert und damit einen dunkleren Farbton ergeben können. Das ausgedruckte Bild wirkt so dunkler als die Vorlage. Der Punktzuwachs muss somit bei der Reproduktion einer Vorlage genauestens einkalkuliert werden, um die Qualität des Endergebnisses zu gewährleisten. Dabei kann der Grad des Punktzuwachses von verschiedenen Faktoren mitbestimmt werden: einmal durch das Druckverfahren, aber auch durch den Bedruckstoff selber. Desweiteren durch die verwendete Farbe, d.h. deren Zusammensetzung, die Bedingungen, unter denen der Druck stattgefunden hat, sowie die maximale Menge der Druckfarbe, die zur Darstellung der gewünschten Farben benötigt wird. Der Punktzuwachs erklärt sich demnach durch zwei physikalische Effekte. Einmal durch eine bedingte mechanische Verbreiterung der Punkte, eine Quetschung, sowie durch eine als Lichtfang bekannte optische Erscheinung, wobei letztere bei einem korrekt durchgeführten Druckvorgang einen deutlich größere Rolle spielt. Die Ermittlung des Punktzuwachses geschieht mithilfe einer Dichtemessung. Der Punktzuwachs beschreibt dabei die Differenz zwischen dem theoretischen und dem tatsächlich gemessenen Farbtonwert.

Autor der Definition: Guido Voutta

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ISSN: 1864-8894