Werbetechnik Lexikon




Printing on demand

(erstellt am: 03.07.2007 - letzte Änderung:03.07.2007 - aufgerufen: 1057 Mal)

Die Print-on-demand-Technologie wird hauptsächlich, aber nicht nur, zum Drucken von Kleinstauflagen von Büchern angewendet. Dabei wird ein Titel erst gedruckt, wenn auch eine Bestellung eingegangen ist bzw. eine Nachfrage besteht. Dadurch kann effizienter auf die Nachfrage reagiert werden als bei herkömmlichen Drucktechniken, obwohl jene bei einer größeren Auflage günstigere Druckkosten aufweisen. Desweiteren fällt der Nachteil, sprich: die Kosten einer herkömmlichern Lagerhaltung gänzlich weg. Aus diesem Grunde wird Print-on-demand mittlerweile von diversen größeren Verlagen verwendet, um einzelne Titel verfügbar zu halten. Ein weiterer Vorteil dieses digitalen Druckverfahrens ist die Möglichkeit für unbekannte Autoren, ihr Werk zu publizieren. Ein solcher im Selbstverlag erschienener Titel hat jedoch meist einen relativ schweren Stand gegen seine Pendants aus dem Verlagsbetrieb, wo jeder Titel einer Qualitätskontrolle durch den Verleger unterliegt. Zudem ist die Druckqualität im Vergleich zum herkömmlichen Offsetdruck minderwertig, da bei letzterer deutlich höhere Auflösungen verwendet werden und auch bezüglich der Farbkalibirierung erweiterte Möglichkeiten bestehen. Zusammengefasst könnte man sagen, dass die Vorteile des Print-on-demand die theoretisch unbegrenzte Verfügbarkeit eines Titels sind, sowie die geringeren bzw. nicht existierenden Lagerkosten und die leichte Aktualisierbarkeit einer Auflage. Als Nachteile gelten die höheren Herstellungskosten pro Exemplar sowie der in der literarischen Welt meist zweifelhafte Ruf einer im Selbstverlag getätigten Veröffentlichung eines unbekannten Autoren.

Autor der Definition: Guido Voutta

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ISSN: 1864-8894